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Auslandsaufenthalte von THGlern - gewusst wie!

Auf dieser Seite möchten wir Erfahrungsberichte und Informationen zu Auflandsaufenthalten, Stipendien etc. von Schülern und Absolventen des THG bereitstellen. Diese Informationen sollen dazu dienen, weitere Schüler anzuregen in dieser Art aktiv zu werden. Sie sollen auch als Hilfe und Rat bei der Durchführung eines solchen Vorhabens bieten.

 


Träume nicht dein Leben, sondern lebe deinen Traum!

Nach diesem Motto verläuft im Moment ein wahnsinniges Jahr für mich.In der siebten Klasse habe ich angefangen immer wieder mal ein Magazin über ein High School Year von der Schule mit nach Hause zu nehmen. Am Anfang stand USA ganz oben auf der Liste. Mein Traum für ein Jahr ins Ausland zu gehen wurde immer deutlicher und ich fing an mich auch übers Internet zu informieren. Meine Tante war die erste die meinte ob ich nicht lieber nach Australien gehen will. Und da ich schon einigen Kontakt mit Australiern hatte, zunächst durch unsere Schule. Wir hatten schon 2mal den St. Michael Choirs aus Melbourne zu Gast am THG. Und dann durch meine Familie, die auf Grund der Partnerschaft zu Wagga Wagga immer wieder Australier begrüßt hat, wollte ich lieber nach Australien. Mit einer High School Organisation nach Australien zu gehen war fast nicht möglich, da es sehr teuer ist. Aber von meiner Tante bekam ich eine Adresse von deren Freunde aus Sydney.

In einem Brief an diese Familie fragte ich an, ob sie sich vorstellen könnten mich für ein Jahr bei sich aufzunehmen. Sie konnten!!!  Und somit wurde alles fix. Für circa ein Jahr hielten wir Kontakt per E-Mail. Im Dezember, also ein halbes Jahr bevor ich flog, buchte ich meinen Flug. Etwas komplizierter und sehr nervenaufreibend war es mein Visa zu bekommen. Aber auch das lies sich regeln, wenn auch sehr knapp. Fünf Stunden bevor mein Flug ging hatte ich das Visa in den Händen und konnte los. Ab nach Australien!

Das erste große Erlebniss kam aber sofort. Angekommen am Flughafen in Sydney, wo ich eigentlich meine Gastfamilie erwartete, stand ich plötzlich ganz alleine da. Eine Flughafenangestellte hatte meiner Gastmutter erzählt mein Flug hätte Verspätung und würde 5 Stunden später ankommen. So stand ich am Flughafen in einem fremden Land, wo ich niemanden kannte – ziemlich verlassen. Aber ich meisterte die Situation, rief meine Gastfamilie an und 3 Stunden später konnte ich sie das erste Mal umarmen. Die Familie besteht aus Ken, einem Head Performing teacher in der Performing Arts High School in der ich jetzt zur Schule gehe,  aus Lisa, der besten Gastmutter die es gibt, Sam 17, meinem neuen großen Bruder und Charlie, meinem kleinen 2 jährigen Bruder. Als erstes stand natürlich Sydney auf dem Programm. Ich weiß noch genau wie ich das erste Mal am Opera House stand und es war ein unglaubliches Gefühl! In der zweiten Woche flogen wir nach Adelaide. Es war ein sehr schöner Aufenthalt und erleichterte mir sehr ein Teil der Familie zu werden.

Sam und ich vor der Harbour Bridge, das erste mal in Sydney


Und dann ging es auch schon los, Campbelltown Performing Arts High School. Aufregung, Neugierde, Angst und Freude waren gemischt als ich das erste mal das Schulgelände betrat. Nicht nur die Schuluniform die wir hier tragen müssen, sondern auch die Tatsache, dass es nicht nur ein Gebäude gibt, sondern 5 verschiedene Häuser, in denen immer ein anderes Fach unterrichtet wird und wir fast jeden Tag bis 15.20 Uhr in der Schule sind, waren anfangs sehr ungewohnt. Als erstes stand die Fächerwahl auf dem Programm. Da es sich um eine Performing Arts Schule handelt gibt es natürlich sehr viele künstlerische und artistische Fächer, wie zum Beispiel: Zirkus, Drama, Entertainment, Media Studies, Photography, Visual Arts, Visual Design and Musik.


Ich entschied mich neben Englisch und Mathematik für Visual Design, Drama, Entertainment und Musik.

Unserer Schuluniform

 

Das Schuljahr hier ist in 4 Terme aufgeteilt. Ich bin hier für Year 11, Term 3, 4. Sowie für year 12, Term 1. Mein erster Term flog nur so dahin. Am Ende des Terms standen Prüfungen für den Abschluss von year 11 an. Außer mir sind noch zwei andere Austauschschüler, und mittlerweile sehr gute Freunde von mir, an meiner Schule. Erik aus Schweden und Marina aus Brasilien. Auch wir mussten an den Prüfungen teilnehmen. Aber verglichen mit unserem Schulniveau ist es hier relativ einfach und wir meisterten die Prüfungen als eine der Besten.

Meine Gastfamilie organisiert viele kleine Trips oder Urlaube für mich, somit habe ich schon einiges von dem wunderschönen Land Australien gesehen. Aber auch in den nächsten Wochen steht noch viel an. Neben einem Surfcamp und einem erneuten Besuch in unserer Partnerstadt Wagga Wagga gehen wir  über Weihnachten nach Brisbane. Des Weiteren ist geplant, dass ich in den Weihnachts- / Sommerferien für eine Woche nach Melbourne gehe, um dort ein paar Mädels vom St. Michaels Choirs zu treffen. Im Februar verbringe ich eine Woche in Neuseeland. Und dann am Ende meines Aufenthalts, im April steht noch eine 4 wöchige Tour durch Australien an.

Während es bei uns immer kälter wird und sehr stark auf Winter zugeht, kehrt hier der australische Sommer ein. Es fällt mir im Moment noch sehr schwer mir ein heißes Weihnachten vorzustellen. Aber auch auf diese Erfahrung freue ich mich schon sehr. Außerdem können wir während der Sommerferien den nahe gelegenen Strand und die Pools in den „ Backyards“, wie die Australier es so schön nennen, noch intensiver nutzen.

Meine Zeit hier vergeht sehr schnell und ich habe nicht nur eine „ zweite Familie“ bekommen sondern auch viele neue Freundschaften geschlossen. Und, was wirklich toll ist,  über Marinas und Eriks Organisationen lerne ich andere Austauschschüler aus der ganzen Welt kennen.

Natürlich gibt es auch Zeiten in denen es einem nicht so gut geht und in denen man gerne seine eigene Familie und Freunde um sich hätte, aber auch das ist ein Teil der Erfahrungen.
 

Meine Gastfamilie, Lisa, Ich, Ken, Charlie und Sam

Also für alle die an einem High School Jahr interessiert sind, ich kann nur sagen, es ist eine der besten Erfahrungen in meinem Leben und wenn man die Chance hat, -  hiermit vielen Dank an meine Eltern, die mich sehr unterstützen-  sollte man sie auf jeden Fall wahrnehmen.

Viele liebe Grüße aus Down under
 Eure
Simone Schweda
Sydney –Campbelltown - Australien

April 2007


 

 

 

G´day Down Under

3 Monate im Land der Kängurus

Einmal nach Australien! Das war seitdem ich denken kann ein Traum von mir. Aber eher eine von diesen Vorstellungen, welche man seit der Kindheit hegt, weil man Kängurus faszinierend findet und der größte Fan von Blinky Bill ist!
Am Ende der 10. Klasse wusste ich, dass ich auf jeden Fall im nächsten Schuljahr für ein paar Monate ins Ausland wollte. Doch ich hatte bis dahin weder besonders viel darüber nachgedacht, geschweige denn irgendetwas Konkretes geplant.
Als im Juli 2005 dann der Chor der Melbourner St. Michael´s Grammar School für ein paar Tage am THG zu Besuch war, dachte ich wieder an Australien. Aber erst als die fröhlichen Aussie-Sänger schon längere Zeit wieder in  Down Under waren, kam es mir in den Sinn, doch einfach mal an dieser Schule zu fragen, ob es möglich wäre etwa zwei oder drei Monate als Austauschschülerin nach Melbourne zu kommen.
Ein Bekannter gab mir die Mailadresse der zuständigen Lehrerin und gleich nach meiner ersten Anfrage bekam ich sofort die Antwort, dass mein Aufenthalt absolut kein Problem darstellen würde und sie mir auf jeden Fall eine Gastfamilie besorgen könnte. Im ersten Moment war ich schon etwas überrumpelt, da ich wirklich nicht gedacht hatte, dass alles so einfach geht. Andererseits freute ich mich wahnsinnig und packte im Kopf schon mal meine Koffer…
Nach ewigem hin und her (im Endeffekt buchte ich meinen Flug dann doch erst ungefähr eine Woche vor Reiseantritt), stand ich nach Zwischenstops um halb sechs Uhr morgens in Tullamarine. Als ich kurz vorher erfahren hatte, dass der Melbourner Flughafen diesen Namen trägt, wusste ich, dass es mir hier gefallen würde. Tullamarine! Klingt das nicht einfach wie Sonne, Strand und easy going?
Folglich so wie ich mir Australien ausmalte! Nachdem ich dick eingepackt mit Winterjacke und Schal das Flughafengebäude verlassen hatte, bestätigte sich auch erstmal diese Vorstellung. Trotz frühem Morgen und obwohl der australische März  normalerweise schon mehr Herbst als Sommer ist, war es draußen wunderbar warm.
Das Haus meiner Gastfamilie lag genauso wie die St. Michael´s School im angesagten Melbourner Stadtteil St. Kilda. Am ersten Abend durfte ich gleich am nur wenige Minuten entfernten Strand den “famous aussie sunset” bewundern.
Nach drei Tagen Ferien, Sonne und Sightseeing, hatte ich am Dienstag dann meinen ersten Schultag. Ich muss zugeben, dass ich anfangs leicht geschockt war, als ich die Schuluniformen sah. Mädels müssen Faltenrock, Bluse und Krawatte tragen. Jungs kommen natürlich im Anzug. Nach dem ersten Schrecken stellte ich aber bald fest, dass sich kaum jemand (außer dem Lehrer, der mich einmal zurechtwies, weil ich mein rotes Haarband vergessen hatte…) für die Einhaltung der Regeln interessierte. Es war irgendwie interessant zu sehen wie jeder aus der monotonen rot- blauen Uniform etwas Eigenständiges und Besonderes machte.
Was mir vor allem an St. Michael´s gefiel, waren die großen Auswahlmöglichkeiten bei den Schulfächern. Von Literatur über verschiedene Arten von Kunst, beispielsweise Photographie bis zu Drama gab es so ziemlich alles.
Manchmal fühlte ich mich ein bisschen wie bei Harry Potter, da die gesamte Schule in fünf verschiedene Häuser mit passender Farbe unterteilt war. Alle zwei Wochen fanden house assemblies statt und man trat auch in unterschiedlichen Theater-, Sing-, Debatten- und Sportwettbewerben gegeneinander an. Ein Erlebnis waren zum Beispiel die Aerobic- und die Leichtathletik Meisterschaften, welche sich als ziemlich lustig und komisch herausstellten, weil wir alle in Hausfarben gekleidet antreten sollten. Ich war in Breen und meine housecolour war maroon (eine bräunliche hässliche Form von lila!). Vom Schulalltag gäbe es noch viel mehr zu erzählen. Zum Beispiel von seltsamen school assemblies, bei denen man in ein riesiges Theater gehen musste und die so etwas wie eine “Schulwerbeveranstaltung” waren. Oder einfach auch nur darüber, dass in Australien viel mehr Wert auf Dinge gelegt wird, welche Schüler außerhalb des Unterrichts ausüben, wie Mitglied in einem der diversen Chöre, Orchester oder Sportmannschaften zu sein und bei den fantastischen Theatervorstellungen mitzuwirken. Es werden übrigens auch Orden und Abzeichen für besondere Verdienste verliehen! Das australische Schulsystem unterscheidet sich auf jeden Fall ziemlich vom deutschen. Ich würde aber nicht sagen, dass es deswegen unbedingt als besser oder schlechter eingestuft werden muss, sondern sehe es einfach nur als neue und gute Erfahrung.
Melbourne an sich ist eine schöne und interessante Stadt mit überwiegend europäischen Einflüssen (obwohl man bei Starbucks und auch sonst überall zunehmend auf Asiaten trifft).
Leider hatte ich nicht genug Zeit außer dem Umland von Melbourne, dem Yarra-Valley, Victoria und der wunderschönen etwas gemächliche Insel Tasmanien mehr von Down Under zu sehen. Inzwischen bin ich aber der Meinung, dass sich der Zauber Australiens aus einer Mischung von verschiedenen mitgebrachten Traditionen der Einwanderer aus aller Welt und der modernen weitgehend toleranten Multikulti- Gesellschaft zusammensetzt. Nicht umsonst nennen die Aussies ihr Heimatland liebevoll Oz.
Insgesamt hatte ich wirklich eine tolle und erfahrungsreiche Zeit im Land der Kängurus. Ich habe gelernt wie man auf professionelle Art und Weise Mangos isst, bin mindestens fünfmal am Tag zum Strand von St. Kilda gerannt, war bei einem “aussie rules” Football Spiel und weiß jetzt auch, dass nicht alle Australier die ganze Zeit surfen und “no worries” sagen.

Marina Strauß, K12
März 2007

 


Kanada - von Anna Ziegelmeir

Ein Austausch – und wie???

Raus von zuhause. Endlich etwas alleine machen. Neues Land, neue Kultur, neue Landschaft, neue Freunde, neue Sprache. Ein neues Leben. Ein paar Monate raus und mit einem Austauschprogramm ins Ausland. Klar, davon träumen viele, und vor etwa zweieinhalb Jahren (zum ersten Mal im Frühjahr 2004) war auch das noch mein größter Traum. Von einigen hatte ich schon gehört, dass auch Leute von unserer Schule das schon gemacht hatten. Aber wie komm ich denn nun an ein Austauschprogramm?? Wo soll ich mich  bewerben? Was soll ich beachten? Diese Fragen kenn ich gut...

Damals hab ich mich einfach mal an die Arbeit gemacht und angefangen, im Internet zu recherchieren. Es gibt unendlich viele private und öffentliche Organisationen im Netz, die für einige Zeit im Ausland werben. Zunächst bin ich dann auf das PPP (Parlamentarisches Patentschafts-Programm) gestoßen, das unter der Patenschaft des Deutschen Bundestages und des Amerikanischen Parlaments steht. Pro Wahlbezirk wird da das Stipendium für ein Jahr USA eimal vergeben.. Gleichzeitig hab ich mich auch bei anderen größeren Organisationen wie StS, give oder EJ Sprachreisen beworben, die Teilstipendien anboten. Denn eines war klar: die mindestens 8000 Euro, die für ein Jahr USA verlangt wurden waren mehr als ich mir leisten konnte. Fast alle privaten Organisationen vergeben Teilstipendien in Höhe von ein- bis dreitausend Euro. Gut, das ist nicht die Welt, wäre aber immerhin schon ein Anfang.

In typischen Bewerbungsunterlagen werden zum Beispiel Lebensläufe, Selbstdarstellungen, Beurteilungen von Lehrern, 1000 Bestätigungen von der Schule, ein Brief an die Gastfamilie und Fotocollagen gefordert. Dazu kommen noch zentimeterdicke Fragebögen zum Ankreuzen und Ausfüllen. Das klingt jetzt zwar erstmal nach ner Menge Arbeit, aber so schlimm war es nicht, und das war es absolut wert.

Als dann aber die Absage vom PPP kam, nachdem ich es schon bis nach München zum Vorstellungsgespräch geschafft hatte, hab ich meinen Traum dann erstmal an den Nagel gehängt. Die Bewerbungen, Telefonate und Gespräche hatten sich mittlerweile bis kurz vor Weihnachten hingezogen und mich verließ erstmal der Mut. Ein Jahr, das wäre wohl doch etwas lang...

Dann, etwa im März 2005, las mein Vater in den Rieser Nachrichten den Artikel über eine andere Schülerin unserer Schule, die zu diesem Zeitpunkt gerade in Québec war und von ihrem Austausch schrieb, und informierte sich darüber im Internet. Als ich die Unterlagen in den Händen hatte, da wachte ich wieder auf. Es handelte sich um ein 6-monatiges Programm (3 Monate Deutschland, 3 Monate Québec) des Bayerischen Jugendringes und mit nur 900 Euro war dieses Programm durchaus erschwinglich. An Französischkanada hatte ich damals zwar noch nicht eine Minute gedacht, aber Amerika war ja mein Traum, highschools gab es auch in Kanada und französisch wäre ja an sich auch interessant. Also hab ich mich noch einmal voll reingehängt, und diesmal mit Erfolg!

Ich war überglücklich als ich im Mai endlich die Unterlagen meiner Gastfamilie und meiner Austauschpartnerin, mit der ich ein halbes Jahr verbringen würde, in Händen hielt. Mitte September kam Marie-Renée Grondin dann auch für drei Monate zu uns. Drei geniale Monate. Allerdings muss jedem klar sein, dass es sehr, sehr, sehr anstrengend ist, 3 Monate immer jemanden bei sich zu haben, sich um diese Person zu kümmern, für sie alles mögliche an Ausflügen (z.B. München, Schloß Neuschwanstein, Alpen etc.) zu organisieren. Aber es hat sich auf jeden Fall gelohnt! Bis zu meinem Abflugtermin Anfang Februar waren daher laufend Vorbereitungen in Gange. Das Gepäck, genügend warme Sachen, Kontakt mit der Gastfamilie, ein Gastgeschenk, die Ausreiseformalitäten, das Tschüss-sagen zu Familie und Freunden.

Wieder zurück wurde mir etwa 10000 mal die selbe Frage gestellt: Und, wie war’s? Super, es war genial. Aber es war nicht so, wie ich mir das vorgestellt hätte. Es gab Sachen, die sind mir deutlich leichter gefallen, als ich es erwartet hatte. Ich hab mich schnell an meine Familie gewöhnt, hab mich super mit meiner Austauschpartnerin verstanden und hab eine völlig neue Welt kennengelernt. Unterschätzt hatte ich zwar auch den (gemeinen) Dialekt in Québec, den ich am Anfang fast überhauptnicht verstanden hab, aber vor allem, wie sehr man sich selbst in dieser Zeit verändern kann und wie viel Arbeit und Eigeninitiative auch im Ausland drinsteckt. Jetzt lasst euch aber bloß nicht davon abschrecken, denn mein Austausch wäre nicht dasselbe gewesen, wenn ich nicht auch gewisse Probleme gehabt hätte. Denn vor allem aus diesen habe ich unglaublich viel gelernt. Wenn ich noch einmal die Wahl hätte, ob ich in meinem Leben einen Austausch machen will oder nicht, ich würde mich wieder ganz genauso entscheiden.

Was ist für jemanden, der nun auch einen Austausch machen will,also am wichtigsten? Ich würde sagen, vor allem mal diese Punkte:

  1. Überlegt es euch rechtzeitig. Die 11. Klasse ist eigentlich die letzte, die dafür in Frage kommt und man sollte sich mindestens ein Jahr vorher schon informieren und dann auch bewerben.
  2. Denkt nicht nur an die typischen Länder (USA, Australien, Frankreich), vielleicht findet ihr was ihr sucht auch in Afrika, Asien oder Südamerika. Natürlich entscheidet der Ort euren Austausch mit, aber ich glaube, die wichtigste Erfahrung, raus zu kommen, irgendwo neu anzufangen, die macht man, egal wo man hingeht.
  3. Auch schon 3 Monate helfen in der Sprache unglaublich weiter. Vor allem, wenn man die Fremdsprache schon vorher einigermaßen beherrscht. Für mich haben die guten 2 Jahre Französischunterricht absolut ausgereicht. Schwieriger wird es natürlich, wenn man bei Abflug außer „Hallo“ und „wie geht’s?“ noch gar nichts sagen kann, aber man kann ja bekanntlich alles lernen.
  4. Lasst euch nicht abschrecken, wenn ihr irgendwo nicht genommen werdet (schaut mich an J). Versucht es noch einmal. Ich bin mir mittlerweile sicher, dass ich in Québec glücklicher war, als ich es in den USA je hätte sein können. Für mich war das das perfekte Land.
  5. Erkundigt euch bei Leuten, die so etwas schon mal gemacht haben. Das beruhigt unglaublich und man erfährt wirklich wichtige Tips daraus. An dieser Stelle: wenn jemand noch spezielle Fragen hat, dann kann er natürlich auch mich direkt fragen.


Abschließend bleibt mir nur noch, jedem Glück zu wünschen, der dasselbe vorhat, wie ich. Traut euch und macht diesen Schritt. Ihr werdet es nicht bedauern.


Anna Ziegelmeir, K12
November 2006

 


Als Foreign Language Assistant in England - von Benedikt Mayer

Informationen zur Arbeit als Foreign Language Assistant (FLA) in England finden sich auf der Website von Benedikt Mayer unter http://www.benedikt-mayer.de/fla_index.htm